Zurück zur Übersicht
TrendsCross Channel

Gold für „Heimvorteil“ – Die beste crossmediale Kampagne des Jahres

Christoph Bürge, seit September 2014 CEO und Partner bei Metzger Rottmann Bürge, freut sich über den Preis und erzählt von den Herausforderungen, der Rolle von Social Media und was die Werbebranche in Zukunft erwartet. Vor seiner Tätigkeit bei Metzger Rottmann Bürge waren seine prägenden Stationen die Jahre bei Lintas Zürich und Shanghai sowie bei Advico Young & Rubicam. Während zehn Jahren war Christoph Bürge zudem Mitinhaber der Werbeagentur KSB Krieg Schlupp Bürge. Er betreute während seiner Laufbahn Kunden wie Migros, Coop, Audemars Piguet, Audi, VW und viele mehr.
 

1. Wie würden Sie Ihre Gewinner-Kampagne beschreiben?

Wer bei den Millenials punkten will, setzt auf authentische Erlebnisberichte statt Hochglanzprospekte. Darum haben wir für Engadin St. Moritz das Tourismusmarketing aus der Hand gegeben und in die Hände der Einheimischen und der Gäste gelegt. Gemeinsam mit ihnen sammelten wir Geheimtipps und Erlebnisse, die wir als authentische Foto- und Videobotschaften crossmedial verbreiteten.
 

2. Welche waren die grössten Herausforderungen bei der Umsetzung der Kampagne für Engadin St. Moritz?

Eine crossmediale Kampagne kann nie bis ins letzte Detail geplant werden. Das Involvement und das Engagement, das die Zielgruppen in unterschiedlichen Kanälen an den Tag legen, müssen laufend in die Kampagnenplanung miteinbezogen werden. Das macht die Umsetzung herausfordernd, bildet aber gleichzeitig die Stärke einer crossmedialen Kampagne. Zum Beispiel: Dass aus den Instagram-Bildern sogar eine Plakatkampagne entstehen wird, wussten wir zu Beginn der Kampagnenplanung noch nicht.
 

3. Sie konnten mit dem Hashtag #engadinstmoritz grosse Reichweiten erzielen. Ist Social Media heutzutage einen unumgänglichen Bestandteil von Werbekampagnen?

Social Media ist nicht automatisch in jeder Kampagne ein Muss. Der Einsatz von Social Media ist – wie alle Kommunikationsdisziplinen – davon abhängig, welche Ziele erreicht werden sollen. Wenn es aber in einer Tourismuskampagne um Authentizität bei den Millenials geht, muss Social Media unumgänglich eine Drehscheibe der Kommunikation sein.
 

4. Was bedeutet Ihnen die Auszeichnung als beste crossmediale Kampagne des Jahres?

Werbung wird heute von uns allen in einem selbstverständlichen Mix von analogen und digitalen Medien konsumiert. Genau so selbstverständlich konzipieren wir unsere Kampagnen von Beginn weg crossmedial und gestalten die Organisation unserer Agentur und die Arbeitsprozesse entsprechend. Dass diese Denk- und Arbeitsweise mit dem Gewinn des Crossmedia Awards belohnt wird, ist schlicht fantastisch.
 

5. In welche Richtung wird sich die Werbebranche in den nächsten Jahren weiterentwickeln?

Das Wesen guter Kommunikation ist grundsätzlich seit dem Lagerfeuer unverändert geblieben: Wenn die Geschichte gut ist, wird sie gehört. Wieder und wieder. In Zukunft werden uns aber immer mehr und ungeahnt neue Kanäle und Disziplinen zur Verfügung stehen, um Lagerfeuergeschichten zu erzählen. Werbung wird somit kreativer, vielfältiger und spannender. Die Herausforderung besteht darin, die Botschaft und die kreative Idee in jedem Stück Werbung kanalgerecht zu interpretieren und intelligent bzw. potenzierend miteinander zu verknüpfen. Diese Aussichten finde ich sehr inspirierend.
Zurück zur Übersicht